„Man kann nicht nicht kommunizieren !“
(Paul Watzlawick)

Auch wenn wir schweigen, machen wir eine Aussage.

Wir sagen aus, dass wir nichts zu sagen haben, oder nicht sprechen möchten, wir kommunizieren nonverbal – mit dem Körper. Wir senden die ganze Zeit Informationen, ob wir wollen oder nicht.

Sich dieser Signale bewusst zu sein und die gewünschte Wirkung zu erzielen, ist durch eine klare und positive Kommunikation möglich.

Oft sagen wir Dinge, die wir anders meinen und meinen Dinge anders, als wir sie sagen. Wir senden über den „Subtext“ Nachrichten, die wir nicht klar artikulieren, die aber dennoch ihr Wirkung haben. Wir senden eine Nachricht, die anders auf den Empfänger trifft, als wir es ursprünglich wollten.

Eine solche Kommunikation ist dann wenig wahrhaftig und nicht authentisch.

Eine positive Sprache zu wählen, die sich auf die Dinge fokussiert, die wir anstreben, wo wir hinwollen, was das Ziel ist, und weniger was wir vermeiden möchten, nennt sich eine „Hin- Zu“ motivierte Sprache. Sie führt zu Interesse, Wohlwollen und positiven Emotionen bei unserem Gesprächspartner.

Die Worte, die wir benutzen, verändern unser Gehirn – wortwörtlich!

Der Neurowissenschaftler Dr. Andrew Newberg und der Kommunikationsexperte Robert Waldman schreiben in ihrem Buch „Words can change your brain“: „Ein einziges Wort hat die Macht, die Gene zu beeinflussen, die körperlichen und emotionalen Stress regulieren.“ (Genexpression).

Positive Worte stärken Motivation, Denkleistung und Mitgefühl:

Wenn wir positiv besetzte Worte nutzen, können wir Einfluss darauf nehmen, wie unser Gehirn funktioniert, unser logisches Denken wird verbessert.

Das gilt sowohl für Worte, die wir zu uns selbst sagen, also das, was in unseren inneren Denkprozessen, unserem „Kopfkino“ vorgeht,  als auch das, was wir zu anderen Menschen sagen.

Die Forschung hat gezeigt, je länger wir uns auf positive Wörter konzentrieren, desto mehr werden davon auch andere Hirnregionen beeinflusst.

Negative Worte schränken das Denken ein:

Negativ besetzte Worte hingegen halten das Gehirn davon ab, bestimmte Botenstoffe zu produzieren, die für ein gutes Stressmanagement nötig sind. Die Aktivität im Angstzentrum, der Amygdala, nimmt zu und stresserzeugende Hormone werden durch unsere Blutbahnen gepumpt. Die Folge: Unser logisches Denkvermögen schwindet.

„In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz“, sagte Dalai Lama so treffend.

Über die Zeit verändert sich je nach Wortwahl die Struktur des Thalamus, ein weiterer Teil unserer Gehirns, was wiederum zur Folge hat, dass sich die Wahrnehmung der Realität verzerrt.

Mehr zum Thema: Mein Artikel „Wie positive Wortwahl im Büro weiterhilft“ ist am 21. August 2017 in der Wirtschaftswoche erschienen.

In diesem Training…

  • lernst Du das Phänomen von Senden und Empfangen einer Nachricht
  • erlebst Du, wie Sprache wirkt und wie Du darauf Einfluss nehmen kannst
  • lernst Du die verschiedenen Wirkungsebenen in der Kommunikation
  • erlebst und verbesserst Du Deine eigene Körpersprache
  • übst Du, vor Menschen zu präsentieren und erlebest Dich vor der Kamera
  • arbeitest Du an Deiner Sprache im Sinne der Artikulation und Modulation
  • machst Du Dir Deine Wortwahl bewusst
  • verbesserst Du die Kraft und Durchsetzung Deiner Stimme
  • lernst Du, wie Du richtig atmest (Atem Coaching).